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Allgemeine Informationen

Der Bau des Pools verlangt mehr Fachkenntnisse als allgemein angenommen.

Durch den Einsatz verschiedenster Materialien, die stets dem Wasser und oft einer intensiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind, muss das Verhalten der Werkstoffe zueinander, zum Teil unter extremen Bedingungen und Beanspruchungen beachtet werden.

Aushub und Fundament

Die Größe der Baugrube ist im Regelfall identisch mit den Abmessungen des oberen Beckenrandes zuzüglich 15 cm je Seite,  wenn die zusätzlichen Installationsarbeiten dies zulassen.

Die Fundamentplatte sollte aus armierten Beton B 225 mit einer Sohlenstärke von mind. ca. 15 cm gefertigt werden. Die Bodenplatte muss plan eben, estrichglatt und mit angegebener Ablaufaussparung versehen sein.

Bei schwierigen Bodenverhältnissen z.B. bei Hanglage oder einem sogenannten mergeligem, oder lehmigem Erdreich sind besondere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Ebenso bei Grund- bzw. Hangwassergefahr ist die Installation von Drainagen, Senklochanlagen, Kontroll- und Sickerschächten unbedingt notwendig.

Es müssen einerseits die Bildung von Druckwasser und Wasserkammern unter dem Becken und andererseits Erdrutsche oder Verschwemmungen des Unterbaues unbedingt verhindert werden. Aufgabe der ausführenden Baufirma ist es, die Betonverhältnisse abzuklären und alle Maßnahmen zu ergreifen, die einen fachgerechten Einbau gewährleisten. Bei schwierigen Einbauvarianten ist es notwendig, eine statische bzw. bautechnische Berechnung zu erstellen.

Lieferung / Versetzung auf Fundamentplatte

Alle Pools werden mit einem Spezial-Transport zu frei befahrbaren Grundstücksgrenze der Baustelle geliefert. In diesem Zusammenhang weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass es durch Verkehrslage, Wetterlage, sowie durch technische Gegebenheiten zur Zeitverzögerungen kommen kann. Für die hierdurch entstehenden Mehrkosten können keine wie immer gearteten Ersatzansprüche gestellt werden.

Zum Abladen wird ein Kran benötigt, welcher den Pool auf die Fundamentplatte absetzt.

Vor dem Absetzten des Pools ist die Fundamentplatte abzukehren und mit extrudiertem Polystyrol (Styrodur), Stärke 3 cm, zu belegen. Es muss darauf geachtet werden, dass keine Steine und Erdreste mit eingeschlossen werden!

Nach dem Ausrichten und der Überprüfung des Beckens werden vom Poolbauer die Einbauteile sowie die technischen Arbeiten ausgeführt.

Untermauerung Treppenanlage

Nach der Montage der Einbauteile erfolgt die Untermauerung der Treppenanlage.

Als Material kann fester Gasbeton oder Kalksandsteine verwendet werden, wobei jede Stufe wie auf der Skizze untermauert werden soll.

Dadurch kann sich die Treppenanlage nicht senken und Rissbildungen vermieden werden.

Hinterfüllung

Vor dem Betonieren wird der Pool bis zu einer Höhe von ca. 20 cm befüllt.

Die eigentliche Hinterfüllung wird etappenweise mit erdfeuchtem Magerbeton vorgenommen. Der Magerbeton ist langsam und gleichmäßig per Hand einzubringen.

Achtung: Dabei unbedingt den Pool mit Wasser befüllen, sodass der Wasserspiegel 20 cm über den Betonspiegel steht.

Achtung: Den Magerbeton nicht pumpen, stampfen, rütteln oder anders maschinell verdichten. Die Hinterfüllung ist kraftschlüssig zu betonieren d.h. die Fundamentplatte muss mit der Hinterfüllung verbunden sein. Am besten wird dies durch den Einschluss der Fundamentplattenkante in den Hinterfüllbeton erreicht. Rohrleitungen müssen lastfrei einbetoniert werden.

Wasserbefüllung

Befüllung und Nachspeisewasser sollte unbedingt aus dem öffentlichen Trinkwasser-
versorgungsnetz entnommen werden.Bei Verwendung von hauseigenen Brunnenwasser, Wasser aus eigenen Hochbehälteranlagen oder auch Sole- / Thermalwasser muss die Qualität durch eine Wasseranalyse auf die Einsatztauglichkeit fachgerecht überprüft werden. (Auskunft gibt Ihnen hierzu Ihre Gemeinde)
Folgende Werte sollen nicht überschritten werden:

 Eisen 0,1 mg/l
 Kupfer 0,01 mg/l
 Mangan 0,05 mg/l
 Ammonium 2,0 mg/l
 NaCl (Kochsalz)1 1%
 1:Dieser Wert ergibt sich aus dem Betrieb mit einer Salz-Desinfektionsanlage, welche problemlos eingesetzt werden kann.

Höhere Werte können Korrosionen an metallischen Teilen verursachen.
Diverse andere Metallbelastungen oder auch Ablagerungen an den Poolwänden können Verfärbungen des Poolwassers bzw. der gesamten Pooloberfläche verursachen. Mit Hilfe der Zugabe diverser Dosiermittel kann diese Situation jedoch schnell verbessert werden.
Hartes bis mittleres Wasser kann die optimale Reinigung der Oberfläche ebenso beeinträchtigen.
Die maximale Pool-Wassertemperatur sollte nicht 32°C überschreiten.
Bei Temperaturzunahme entsteht, wie bei allen Werkstoffen und ganz speziell bei Kunststoffen, eine sog. Längenausdehnung.
Diese Abmessungen unterliegen bestimmten Toleranzgrenzen. Im Normalzustand (Betrieb) ist eine Poolanlage mit Wasser gefüllt und sollte niemals über einen längeren Zeitabstand ungefüllt sein.